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Abrasive Hygiene. How To Keep Your Abrasives Healthy

Schleifhygiene. Wie Sie Ihre Schleifmittel gesund erhalten

Rechtzeitige und sachgemäße Pflege der Schleifsteine sowie die Sauberkeit des Schärfgeräts und des Arbeitsplatzes sind die wichtigsten Faktoren für ein qualitativ hochwertiges Schärfergebnis. Ein Schleifmittel, das mit Schlammrückständen bedeckt ist, ist deutlich weniger wirksam, und ein Diamant, der aus dem Bindemittel herausgefallen ist, kann weicheren Stein „infizieren“ und so ein „parasitisches Risiko“ verursachen. All diese Probleme lassen sich durch regelmäßige Pflege der Hauptschärfwerkzeuge und das Verständnis für die Bedeutung guter Sauberkeit vermeiden.

Beim Schärfen bildet sich sogenannter „Schlamm“ auf der Klinge, der Rückstand, der beim Schleifen auf speziellen Maschinen entsteht. Er besteht aus kleinen Partikeln abgetragener Metallstücke, Schleifkörnern, die sich vom Stein gelöst haben, und Rückständen der beim Schärfen verwendeten Schmierstoffe. Wie oft sollte der Schlamm entfernt werden? So oft wie möglich. Angesammelter Schlamm kann auf die Oberfläche der Fasen gelangen und von dort in die Spannbacken, wodurch die Klingen zerkratzt werden können. Dies gilt vor allem für die Wirkung von groben Schleifmitteln, groben Siliziumkarbidsteinen und galvanisierten Diamantsteinen. Solche Steine verlieren ihre Körnung sehr aktiv, die sich über die Oberfläche des Schärfgeräts und des Arbeitsplatzes verteilt. Außerdem verhindert die rechtzeitige Entfernung des Schlamms eine „Verunreinigung“ der folgenden Schleifsteine, die möglicherweise eine weichere Bindung haben. Harte Körner können in diese eindringen und dort fest haften bleiben. Dies führt zum Auftreten der sogenannten „parasitischen Markierung“, also Kratzern auf den Sekundärfasen, die durch diesen Fremdkörper verursacht werden. Beim Arbeiten mit einem Messer entsteht an der Stelle solcher Markierungen eine geschwächte Schneidkante, an der es beim Schneiden harter Materialien zu Ausbrüchen kommt. Tatsächlich stellt eine solche Markierung eine Mikrokonzentration von Spannungen dar, und deren Vermeidung spielt für den Schärfer eine entscheidende Rolle. Daher ist es beim Herausnehmen des Messers aus den Spannbacken nach dem Schärfen notwendig, diese nicht nur von außen, sondern auch von innen abzuwischen.

Eine „parasitische Markierung“ kann auch vom Leder mit Paste zurückbleiben, das in den letzten Schärfschritten verwendet wird. Ein grobes Schleifkorn oder ein Stück Grat, das beim Abziehen des Messers abgebrochen ist, kann auf die Lederoberfläche gelangen. Wenn das Leder nicht regelmäßig von alter Paste gereinigt wird, kann es „parasitische Partikel“ auf der Oberfläche festhalten und dem bereits geschärften Messer direkt schaden. Die Lösung des Problems besteht darin, die Oberfläche des Lederriemens oder Abziehbretts regelmäßig von alter GOI-Paste oder Dialux-Paste so gründlich wie möglich zu reinigen. Die Pastenschicht kann mit einem Messer als Schaber entfernt und anschließend die Oberfläche des Leders mit feinem Schleifpapier gesäubert werden.

Es ist auch wichtig, die Schleifsteine in speziellen Holz- oder Kunststoffkästen oder -schatullen aufzubewahren, um Verunreinigungen zu vermeiden. Dort sollten sie durch Einsätze oder Trennwände voneinander getrennt und dürfen sich nicht berühren. Es ist ratsam, grobe Schleifmittel möglichst weit von feinen Schleifmitteln, insbesondere solchen mit weicher Bindung, aufzubewahren. Beim Transport der Schleifsteine in speziellen Beuteln und Wickeln ist es empfehlenswert, die Schleifsteine in denselben Fächern zu lagern, um den Kontakt mit Körnern vorheriger Schleifmittel zu vermeiden. Dies gilt vor allem für Wasserschleifsteine, die nach der Arbeit nicht getrocknet wurden, sowie für organisch gebundene Diamantsteine, insbesondere mit weicher OSB-Bindung.

Wenn Sie eine deutliche Schärfspur bemerken, die entlang der Sekundärfase in eine andere Richtung als der Rest der Schleifspur verläuft oder eine ausgeprägtere Markierung hinterlässt, könnte Ihr Stein „verunreinigt“ sein. Zur Überprüfung kann ein Metalllineal verwendet werden, das senkrecht zur Schleifleiste auf deren Kante gelegt wird. In dieser Position wird es über die gesamte Steinoberfläche geschoben und „stößt“ gegen hervorstehende grobe Körner. Die Suche nach einem Fremdkorn erfordert recht sorgfältige und mühsame Arbeit, bringt aber ausgezeichnete Ergebnisse.

Die beste Methode, Fremdkörper loszuwerden, ist das Abziehen der Schleifsteine auf Glas mit Siliziumkarbidpulver. Dies gilt für synthetische Schleifmittel auf Basis von Aluminiumoxid und Siliziumkarbid, keramisch und magnesiagebunden; bakelit- (Phenol-Formaldehyd) und Vulkanit- (Gummi) gebundene Diamantsteine. Zum Nivellieren keramisch gebundener Steine ist ein Pulver mit der doppelten Körnung des Steins zu verwenden. Zum Nivellieren organisch gebundener Diamanten sollte Pulver mit derselben Körnung wie der Stein verwendet werden. Zum Nivellieren magnesiagebundener Aluminiumoxidsteine (Naniwa- oder Shepton-Steine) ist es nicht notwendig, Siliziumkarbid zu verwenden, sondern nur deren eigene Suspension, die beim Bewegen des Steins auf dem Glas entsteht.

Die rechtzeitige Entfernung von Schlamm und das regelmäßige Nivellieren der Steine auf Glas mit Siliziumkarbidpulver halten das Schärfgerät in Ordnung und verhindern die „Verunreinigung“ der Schleifsteine.

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