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Frame-Lock: History and Features

Rahmenschloss: Geschichte und Merkmale

Eines der beliebtesten modernen Messerverriegelungen ist der Frame-Lock, eine verbesserte Version des klassischen „Liner-Locks“. Er ist sehr langlebig, lässt sich leicht mit einer Hand öffnen und kann zudem aus verschiedenen Materialien gefertigt werden.

Der Frame-Lock oder wie dieses Schloss ursprünglich genannt wurde, Integral-Lock, wurde Ende der 80er Jahre vom südafrikanischen Messermacher Chris Reeve entwickelt. Das Hauptziel des Designers war es, die Stärke des bereits damals populären Liner-Locks zu maximieren. Das Hauptproblem bei dessen Funktion war die geringe Zuverlässigkeit bei seitlichen Belastungen. Üblicherweise bewegte sich der Liner bei hoher seitlicher Belastung der Klinge, etwa beim Arbeiten mit Holz, was zu schnellem Verschleiß und Versagen führte. Das Design von Messern mit Liner-Lock beinhaltete immer eine Polsterung am Griff, sodass das Schloss nicht mit großer Metallstärke gefertigt werden konnte und dementsprechend die Konstruktion nicht verstärkt werden konnte. Um das Problem zu lösen, entschied man sich, auf die Polsterung zu verzichten, was die Herstellung eines Schlosses mit nahezu beliebiger Dicke ermöglichte. Chris Reeve verglich die Stärke des Frame-Locks mit einem „Bankschloss“. Allerdings hatte dieses Design anfangs einen erheblichen Nachteil. Liner-Locks wurden aus Stahl gefertigt, und das verstärkte Stahl-Schloss erhöhte das Gewicht des Messers deutlich. Der Meister entschied sich, statt einer Stahlplatte eine Titanplatte als Seitenwand für den Griff mit Schloss zu verwenden. So wurde 1990 der erste vollwertige und funktionale Frame-Lock am legendären Sebenza-Messer vorgestellt. Das neue Produkt wurde von der Messergemeinde weltweit herzlich aufgenommen und wurde zu einem der besten Messer seiner Zeit.

Das neue Schloss war stark, leicht und konnte leicht mit einer Hand geöffnet werden. Es war als Kerbe an einem der Metallgriff-Elemente konzipiert, in der eine innere Federspannung erzeugt wurde. Beim Öffnen des Messers, wenn die Klinge vollständig aus dem Griff heraus ist, schnellt die Verriegelungsplatte des Schlosses nach innen und ruht auf der Ferse der Klinge, wodurch sie in der offenen Position fixiert wird. Das anschließende Schließen des Messers war einfach mit einer Hand zu bewerkstelligen und konnte ohne Hinsehen am Messer erfolgen, was sicherlich die Benutzerfreundlichkeit des Messers erhöhte. Um zu verhindern, dass die Klinge beim geschlossenen Messer frei aus dem Griff fällt, wurde oben auf dem Schloss eine verriegelnde Metallkugel („Detent-Kugel“) angebracht. Diese trat in die Nut an der Ferse der Klinge ein und hielt die Klinge geschlossen, gleichzeitig sorgte sie für Spannung zum schnellen Öffnen der Klinge. Außerdem hatten solche Messer üblicherweise einen Anschlagstift, der die Endposition der Klinge in der offenen Position bestimmte und ebenfalls half, den Verschleiß des Verriegelungsmechanismus zu reduzieren.

Trotz der Vielzahl positiver Eigenschaften offenbarte der spätere Betrieb des Frame-Locks eine Reihe von Mängeln, zu deren Behebung das Schloss eine ganze Reihe zusätzlicher Elemente erhielt.

Eine der ersten Ergänzungen zum Schloss war der sogenannte „Stahl-Lockbar-Einsatz“ – eine kleine rechteckige Platte aus gehärtetem Stahl, mit einer Härte, die nicht geringer ist als die der Klinge. Sie wird an der oberen Stelle des Frame-Locks angeschraubt, an der Kontaktstelle mit dem Erl der Klinge. Beim Öffnen des Messers ist es der Abstandshalter, der Abrieb und Verschleiß ausgesetzt ist, während die Hauptfeder des Schlosses nicht beschädigt wird. Der Einsatz einer solchen Lösung wurde durch den schnellen Verschleiß der weichen Titanoberfläche beim Reiben an hartem Stahl verursacht, dessen Wärmebehandlung oft über 60 HRC lag. Außerdem wurde bei Verwendung eines Titan-Frame-Locks ein Verklemmen festgestellt, wenn die Platte starr in der offenen Position verriegelt war und klemmt, wodurch ein schnelles Schließen des Messers verhindert wurde. Auch ermöglichte der Einsatz des Abstandshalters die Verwendung nicht nur von Titan, sondern auch von weichem Stahl und Aluminium als Material für das Frame-Lock. Ein wichtiger Vorteil dieser Erfindung war der einfache Austausch der Abstandshalter bei Verschleiß, was die Lebensdauer des Messers um viele Jahre verlängerte.

Eine weitere Ergänzung zum Frame-Lock war der Überlaufanschlag, der auf der Griffschale direkt neben der Schlossplatte angebracht wurde. Dies wurde von Rick Hinderer entwickelt, um ein Überdehnen der Feder bei schnellem Öffnen zu verhindern. Es ist eine recht einfache, aber effektive Vorrichtung, bestehend aus einer runden Metallscheibe und einer Verriegelungsschraube. In den letzten Jahren begannen einige Messerhersteller, die Abstandshalterfläche für denselben Zweck zu verwenden, die sich mit leichtem Versatz auf der Feder des Schlosses befindet und beim Öffnen des Messers mit ihrer Kante die Hauptplatte des Griffs einhakt.

Eine verbesserte Version der Verriegelungsscheibe war das spezielle Rotoblock-Schloss, das vom italienischen Designer Michel Molletta vorgeschlagen wurde. Zusätzlich zur Verriegelungsscheibe beinhaltet es eine zusätzliche Verriegelungsvorrichtung mit einem rotierenden runden Einsatz und fixiert das Schloss fest, wenn die Klinge geöffnet ist. Die Stärke des Rotoblock-Schlosses wird oft mit der eines feststehenden Messers verglichen.

In den frühen 10er Jahren des 21. Jahrhunderts erhielt das Standard-Frame-Lock eine Alternative in Form einer Modifikation – das Subframe-Lock. Das Design dieses Schlosses verlangt, dass die Stahlfeder nicht Teil der in sie eingeschnittenen Platte ist, sondern von innen mit Schrauben befestigt wird. Das Schloss ist gut realisiert bei Griffen aus weichen Metallen: Titan, Aluminium und sogar Carbon-Kunststoff (Carbon). Es ist nur etwas weniger stark als ein Standard-Frame-Lock, hat aber ein einprägsames Aussehen und passt in verschiedene Designs. 

Das Frame-Lock ist derzeit eines der begehrtesten Schlösser bei Herstellern weltweit. Die relative Einfachheit der Herstellung, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit haben ihm einen wohlverdienten Ruf und eine stabile Verbrauchernachfrage eingebracht.

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